Mit dem Erkennen von Trends ist es grundsätzlich so eine Sache. Die Grenzen zwischen bevorstehenden, aktuellen und vergangenen Trends verschwimmen häufig. Sie haben viel mit subjektiver Wahrnehmung zu tun. Feststeht: man kann und sollte sich ihnen nicht verschließen. Besonders wenn sie die eigene Umwelt betreffen. 

Bei IT-Trends ist das nochmal spezieller. Man kann in unserer Branche das Gefühl haben, nichts anderes zu tun als von einem Trend zum nächsten zu rennen. Kaum aufgekommen, sind sie omnipräsent. Und kaum hat man begonnen in Standards zu denken, sind sie überholt. Beklagen nützt jedoch wenig; wir müssen damit umgehen.

Die Krux bei der Beobachtung von IT-Trends

Im Ausblenden von Dingen sind wir Menschen sehr gut. Während das aktive Wahrnehmen meist sehr viel schwieriger ist. Nun ist bei dem Erkennen von Trends genau das gefragt: wahrnehmen, beobachten und verknüpfen. Umso früher das Stadium in dem sich ein Trend befindet, desto schwieriger. 

Wer braucht noch mehr Salz in der Suppe? Bitteschön! Das Beobachten von Trends lässt sich nicht einplanen. Ein 2-Stunden-Blocker mit dem Titel “Trends wahrnehmen, jetzt” wird nicht helfen. Es passiert ständig, es hilft eine gewisse Kreativität und es bedarf Training. Die Krux ist also: wie bringt man System in das Beobachten von Trends, ohne den notwendigen Freiraum zu schließen?

Dieser Herausforderung stellt sich bei esentri die Kollegengruppe Research. Um Forschung zielgerichtet durchführen zu können, ist es von Vorteil zu wissen was beforscht werden soll. Wir setzen dabei auf ein systematisches Beobachten und Bewerten von Trends. Dazu kommen wir an sechs Terminen im Jahr zu einem Trendworkshop zusammen. Nach der Identifizierung relevanter IT-Trends werden passende Experimente abgeleitet, um zu neuen Ergebnissen zu kommen.

System und Subjektivität können sich ergänzen

Eingangs haben wir die subjektive Wahrnehmung in Bezug auf IT-Trends angesprochen. Sie ist da und sie ist wichtig, sie ist aber eine Herausforderung der systematischen Bewertung. Wir begegnen dieser Herausforderung auf zwei Ebenen: der menschlichen und der methodischen.

Menschlich, indem wir in sehr heterogenen Gruppen zusammenkommen. Zum einen, indem die Teilnehmenden von Mal zu Mal wechseln. Zum anderen, indem jeder Geschäftskreis durch eine Person vertreten wird. Zwar werden die Repräsentant:innen eines jeden Kreisen eingeladen, sind jedoch explizit dazu eingeladen anderen Personen die Teilnahme zu ermöglichen. 

Methodisch, indem wir in unterschiedlichen Dimensionen einen Trend beleuchten und schnell zu einer Bewertung kommen: Wann ist der Trend relevant? Wie groß ist eine erste Maßnahme? Gibt es ein Risiko, wenn der Trend ignoriert wird? Welche Bereiche von esentri betrifft der Trend – Technik, Kultur, Organisation, Methodik. Business? Ergebnis ist eine quantitative Bewertung des Trends.

Maßnahmen spinnen – aber umsetzen?

Auf Basis der Bewertungen können Trends geclustert werden. Beispielsweise in solche, die sehr kurzfristig aktuell sind und überschaubare erste Maßnahmen zur Folge haben. Oder in andere, die langfristig zu beobachten sind aber potenziell eine strategische Neuausrichtung des Unternehmens erfordern. In Summe ist direkt erkennbar, welche Trends für esentri überhaupt relevant sind. Diese werden dann tiefergehend betrachtet. 

Die heterogenen Teams haben das Mandat frei Maßnahmen oder besser gesagt Experimente zu spinnen. Die Leitfrage: wie kommen wir zu einem Ergebnis, auf Basis dessen wir einen Trend besser bewerten können? Die Umfänge reichen von kleinen Recherchen über Abschlussarbeiten bis hin zu Zielen von Geschäftskreisen für die Folgejahre. 

Nun gilt es die Dinge anzugehen. Doch wer und mit welcher Zeit? Auch wir sind von einer guten Auslastung und begrenzten Ressourcen “geplagt”. Und gleichzeitig soll das Analysieren von Trends dazu beitragen, dass dem so bleibt. Die Konsequenz ist, dass wir in aller Regel weiterkommen müssen, ohne neue Mitarbeitende einzustellen.

Make, buy, cooperate or educate

Der klassische Ansatz ist Wissen oder Produkte einzukaufen, anstatt selbst Entwicklungszeit zu investieren. Doch der Markt gibt das häufig nicht her. Also setzen wir auch auf Partnerschaften aus einem vertrauensvollen Netzwerk. Als Wertschöpfungspartner beraten wir ganzheitlich, verweisen in Spezialthemen gleichzeitig gerne auf Produkte oder Dienstleistungen, mit denen wir gute Erfahrungen haben. Das ist für uns und unsere Kund:innen sehr wertvoll.

Doch natürlich haben wir bei den relevantesten Trends den Anspruch, die Fähigkeiten im Haus zu haben. Die bei esentri gelebte Lernkultur ermöglicht eine ständige persönliche und fachliche Weiterentwicklung. Mitarbeitende und Kreise entscheiden selbstorganisiert in welche Weiterbildungen investiert wird. Unter anderem die Arbeit aus den Trendworkshops liefert dafür Impulse. Außerdem ist es üblich bei interessanten Weiterbildungen mit mehreren esentris teilzunehmen, um das Wissen zu verteilen. Und wann immer möglich auch interne Weiterbildungen anzubieten oder interessante Ressourcen aufzubereiten und anderen zur Verfügung zu stellen. Doch Transfer von Know-how bleibt eine ständige Herausforderung.

In Summe bleibt es schwierig den Erfolg einer intensiven, unternehmensweiten Trend-Untersuchung zu messen. Doch die Energie in den Workshops und erste Impulse daraus sprechen für sich. Die Einladung an die Mitarbeitenden ist besonders: einen Tag aus dem Alltag herausnehmen und sich mit den zukünftigen Entwicklungen auseinanderzusetzen, die das Arbeiten bei esentri verändern.

Till Klaiber, Lead Service Forge bei esentri AG

Till Klaiber
Lead Service Forge

Ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen!

„Wir verproben einen inspirierenden Weg um Trends systematisch erkennen, bewerten und bearbeiten zu können. Aus der Mitte des Unternehmens können alle Mitarbeitenden ihre täglichen Beobachtungen einfließen lassen und so die künftige Forschung und Entwicklung mit ausrichten. Die Einladung: einen Tag in der esentri-Zukunft spinnen!“