Digitalisierung im Mittelstand: Trend oder Notwendigkeit?

Mit der rasanten Verbreitung neuer Technologien hat die Digitalisierung einen entscheidenden Stellenwert erlangt. Unabhängig von Größe und Branche hat sie neue Möglichkeiten eröffnet und neue Herausforderungen geschaffen. Allerdings verfügen Konzerne in der Regel über die notwendigen Ressourcen, um umfassende Digitalisierungsprojekte zu implementieren, während mittelständische Unternehmen sich häufig besonderen Herausforderungen gegenübersehen.

Doch ist die Digitalisierung für den Mittelstand eine Option oder eine Notwendigkeit?

Die Antwort ist klar: Eine Notwendigkeit. Digitalisierung ist mehr als nur ein weiterer Trend, sie ist ein entscheidender Faktor für den langfristigen Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit im zunehmend digitalen Geschäftsumfeld. In diesem Artikel setzen wir uns mit dem aktuellen Stand der Digitalisierung im Mittelstand, ihren Vorteilen und Herausforderungen sowie ihrer Notwendigkeit auseinander.

Wo stehen mittelständische Unternehmen heute im Hinblick auf die Digitalisierung?

Der Mittelstand ist das Rückgrat der Wirtschaft. Mittelständler machen den größten Teil der Unternehmen aus und beschäftigen die meisten Arbeitnehmenden. Dennoch haben viele von ihnen Schwierigkeiten, mit der Geschwindigkeit der Digitalisierung mitzuhalten. Die Wirtschaft in Deutschland ist im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig digitaler geworden: Der Digitalisierungsindex steigt von 107,9 auf 108,9 Punkte. Laut dem Digitalisierungsindex der Deutschen Telekom haben etwa 60 % der mittelständischen Unternehmen in Deutschland im Jahr 2022 einen mittleren Digitalisierungsgrad erreicht. Diese Unternehmen nutzen digitale Technologien in einigen Bereichen, haben aber noch nicht alle Aspekte ihres Geschäftsbetriebs digitalisiert. 

Einige kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sind Pioniere und nutzen aktiv die Chancen moderner Technik, um ihre Geschäftsmodelle zu verbessern und ihre Prozesse effizienter zu gestalten. Viele befinden sich noch auf ihrem Weg dorthin und können weder digitalisierte interne Abläufe noch datengetriebene Entscheidungen vorzeigen.

Ist der Mittelstand für die Digitalisierung gerüstet?

Die Bereitschaft für Digitalisierung in mittelständischen Unternehmen ist in unterschiedlichen Reifegraden ausgeprägt. Einige sind gut vorbereitet und nutzen bereits erfolgreich die digitalen Potenziale, während andere im Vergleich noch mit den Herausforderungen hadern. Mangelndes Know-how, begrenzte Ressourcen, organisatorische Hürden und eine unzureichende Unternehmenskultur sind nur einige der Hindernisse, die Mittelständler auf ihrem Weg überwinden müssen.

Einigen Unternehmen fehlt es an internen IT-Expert:innen, die sie erfolgreich durch die digitale Transformation führen. Andere KMU haben Schwierigkeiten, ihre Mitarbeitenden für neue digitale Werkzeuge und Arbeitsmethoden zu schulen. Und manche können weder eine digitale Strategie noch die notwendige Investitionsbereitschaft vorweisen.

Positive Beispiele gibt es dennoch: Einige Unternehmen im Mittelstand haben erkannt, dass die Chancen der Digitalisierung entscheidend für ihren Erfolg sind und investieren entsprechend in Technologien und Qualifikationen.

Herausforderungen der Digitalisierung im Mittelstand

Budget

Budget

Die Implementierung neuer Technologien sowie die Schulung und Förderung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind mit hohen Kosten und Aufwand verbunden.

Expertise

Expertise

Nicht nur in technischer Hinsicht ist fehlendes Know-how problematisch. Es ist auch schwierig, strategische Entscheidungen ohne fundiertes Wissen zu treffen.

Anwendungen

Anwendungen

Es kann schwer sein, die richtigen digitalen Lösungen für die spezifischen Bedürfnisse und Workflows des Unternehmens zu finden.

Wie weit ist die digitale Transformation in Deinem Unternehmen fortgeschritten?

Die digitale Transformation betrifft viele Aspekte eines Unternehmens – von internen Prozessen über Kundenbeziehungen bis hin zu Geschäftsmodellen. Um innovative Geschäftsmodelle zu entwickeln, müssen alte Denkmuster beiseite gelegt und die Innovationsfähigkeit gestärkt werden. Es geht darum, neue digitale Wege zu finden, um den Kundenwert zu steigern und effizienter zu arbeiten.

Auch die Fähigkeit, sich schnell an Marktveränderungen anzupassen, ist ein wichtiger Bestandteil der digitalen Transformation. Dies kann durch die Modernisierung älterer sogenannter Legacy-Systeme sowie eine bessere Vernetzung und Integration von Systemen und Abläufen erreicht werden.

Wo stehst Du mit Deinem Unternehmen? Es ist wichtig, diese Frage ehrlich zu beantworten und die nächsten Etappen auf Deiner digitalen Reise sorgfältig zu planen. Dabei kann es hilfreich sein, sich von Expert:innen beraten zu lassen, die einen klaren Überblick über die Möglichkeiten und Herausforderungen der digitalen Transformation im Mittelstand haben.

Die gute Nachricht ist: Es ist nie zu spät, mit der digitalen Transformation zu beginnen. Und jeder Schritt in diese Richtung ist ein Schritt in Richtung eines zukunftsfähigen, wettbewerbsfähigen Unternehmens.

Bist Du auf dem Weg, ein digitales Unternehmen zu werden oder befindet sich Deine Transformation noch in den Kinderschuhen?

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Warum ist die Digitalisierung im Mittelstand wichtig?

Hier geht es nicht nur um Relevanz – die Digitalisierung ist für den langfristigen Erfolg mittelständischer Unternehmen unerlässlich. In einer Welt, in der Verbraucher und Geschäftskunden zunehmend digital agieren, wird ein Mangel an Digitalisierung dazu führen, dass KMU den Anschluss an ihre Wettbewerber und den Markt verlieren. Darüber hinaus bietet die Digitalisierung die Möglichkeit, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, neue Branchen zu erschließen und innovative Produkte und Dienstleistungen anzubieten, die auf den veränderten Bedürfnissen der Kunden basieren.

Welche Vorteile bringt die Digitalisierung dem Mittelstand?

Vorsprung

Vorsprung

Von effizienteren Geschäftsabläufen und verbesserten Kundenerlebnissen bis hin zur Erschließung neuer Geschäftsmöglichkeiten durch digitale Kanäle und Angebote.

Marktführend

Marktführend

Unternehmen, die den digitalen Wandel erfolgreich meistern, können ihre Position in der Wirtschaft stärken und Wettbewerber überholen.

Erfolgreich

Erfolgreich

Durch die Positionierung können Mittelständler sowohl kurz- als auch langfristig von erhöhter Rentabilität profitieren.

Wie kann ein Digitalisierungsprojekt aussehen?

Ein Beispiel für die praktische Umsetzung einer Digitalisierungsstrategie bietet UVW Leasing, ein zuverlässiger Partner des Mittelstands mit über 40 Jahren Erfahrung in der Objekt- und Absatz-Finanzierung für Industrie und Handel. 

Im Projekt wurden zukünftige Wachstumspotenziale durch veraltete Strukturen und Systemlandschaften eingeschränkt. Es fehlte eine konkrete Strategie, die neben einer modernen IT-Landschaft auch eine zukunftsfähige Unternehmenskultur und Geschäftsmodelle mit einschließt. 

Um diese Hürde zu bewältigen, wurde eine ganzheitliche Digitalstrategie als Brücke in eine nachhaltig erfolgreiche Zukunft entwickelt. Durch die Ermittlung des digitalen Reifegrades wurde ein klares Verständnis über den aktuellen Stand erlangt.

Auf Basis dieses Wissens wurde ein zukunftsfähiges Zielbild definiert. Dieses diente als Grundlage für die Entwicklung von Maßnahmen zur Überführung des Ist-Zustandes in das Zielbild.

In enger Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung und den Mitarbeitenden wurden die notwendigen Punkte in einer Roadmap geplant und die zur Umsetzung erforderlichen Investitionen abgeschätzt.

In gemeinsamen Workshops wurden die Systemlandschaften analysiert, neue Geschäftsideen entwickelt und Führungskräfte für modernes Leadership sensibilisiert.

Das Ergebnis: Eine klar verständliche, von allen getragene Strategie, die genau definiert, welche Initiativen in welcher Reihenfolge umgesetzt werden sollen. Dabei wurde besonders auf eine agile, moderne und mitarbeiterzentrierte Führung gelegt. Durch diese systematische und strukturierte Herangehensweise konnten bereits erste Initiativen erfolgreich umgesetzt werden, was wiederum die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit von UVW Leasing stärkt.

1. Durchführung einer Bestandsaufnahme und Analyse der Ist-Situation

Eine gründliche Bestandsaufnahme der aktuellen Geschäftsprozesse und Technologien bildet den ersten Schritt zur Digitalisierung. Dabei wird analysiert, welche Bereiche des Unternehmens bereits digitalisiert sind und wo noch Verbesserungspotenzial besteht. Dies dient zur Klärung von Prioritäten und zur Planung der digitalen Strategie.

2. Definition einer klaren Digitalstrategie

Für den Digitalisierungsprozess ist eine klare, strukturierte Strategie von großer Bedeutung. Sie berücksichtigt die geschäftlichen Ziele, die Anforderungen der Kunden und die Fähigkeiten der Belegschaft. In der Strategie sollten konkrete Meilensteine und Erfolgskriterien festgehalten werden, um den Fortschritt messen zu können.

3. Investition in Technologie und Infrastruktur

Die Digitalisierung geht meist mit beträchtlichen Investitionen einher. Dazu zählen unter anderem die Anschaffung neuer Hardware, die Implementierung von Softwarelösungen oder die Verbesserung der IT-Sicherheit. Diese Investitionen sind notwendig, um Geschäftsabläufe zu verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit im Mittelstand zu erhöhen.

4. Etablierung einer digitalen Unternehmenskultur

Neben der technischen Umsetzung spielt der kulturelle Aspekt eine entscheidende Rolle im Digitalisierungsprozess. Eine Kultur, die Veränderungen offen gegenübersteht und Mitarbeiter:innen dazu ermutigt, neue digitale Tools und Ansätze zu nutzen, kann die Einführung der Digitalisierung erleichtern. Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen können dabei unterstützen.

5. Kontinuierliche Evaluation und Verbesserung

Die Digitalisierung ist ein fortlaufender Prozess, der einer ständigen Überprüfung und Anpassung bedarf. Durch das Sammeln von Feedback durch Kunden und Mitarbeitende können digitale Lösungen, Workflows und Digitalisierungsprojekte kontinuierlich verbessert werden.

Die Rolle der Unternehmenskultur in der Digitalisierung

Eine positive und aufgeschlossene Unternehmenskultur kann den Digitalisierungsprozess im KMU erheblich erleichtern. Es ist wichtig, die Mitarbeitenden einzubinden und auf den digitalen Wandel vorzubereiten. Außerdem sollten sie ermutigt werden, neue Ideen einzubringen und aktiv am digitalen Wandel teilzunehmen. Die Führungskräfte spielen dabei eine entscheidende Rolle: Sie sollten den Wandel vorantreiben, klar kommunizieren und als Vorbilder fungieren. Eine Kultur der Offenheit und des kontinuierlichen Lernens ist ein starker Katalysator für die Digitalisierung und ihre Potenziale.

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