EUDR: Dein ultimativer Praxis-Leitfaden zur EU-Entwaldungsverordnung

Es ist Dezember 2025 und dein wichtigster Container steht im Hafen. Statt wie geplant ins Werk zu rollen, bleibt er unter Zollverschluss, weil du keine lückenlosen Geodaten vorweisen kannst. Genau an diesem Punkt greift die EU Deforestation Regulation (EUDR). Sie verpflichtet Unternehmen zu einem bisher unerreichten Maß an Transparenz in der Lieferkette, um Entwaldung und Waldschädigung zu verhindern. In diesem Artikel erfährst du Schritt für Schritt, welche Anforderungen jetzt auf dich zukommen, wie du sie praxisnah umsetzt, welche Fristen gelten und wie ein klarer Fahrplan dir hilft, die EUDR-Compliance reibungslos zu erreichen. 

EUDR in Kürze

  • Die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) verpflichtet Unternehmen ab Ende 2025, für bestimmte Rohstoffe (u. a. Holz, Kaffee, Soja, Palmöl, Rindfleisch, Kautschuk) und deren Produkte lückenlos nachzuweisen, dass sie entwaldungsfrei und legal produziert wurden.
  • Kernpflichten sind die präzise Geolokalisierung aller Anbauflächen, eine vollständige Sorgfaltserklärung in der EU-Datenbank, transparente Lieferketten sowie regelmäßige Risikoanalysen und -minderungsmaßnahmen.
  • Frühzeitige Vorbereitung ist entscheidend, um Bußgelder bis zu 4 % des EU-Umsatzes, Lieferstopps oder Reputationsschäden zu vermeiden.
  • Digitale Tools, Zertifizierungen wie PEFC/FC und professionelle Beratung – z. B. durch esentri – helfen, Prozesse effizient aufzusetzen, Lieferanten einzubinden und EUDR-Compliance rechtssicher umzusetzen.

Hinweis:

  • keine Rechtsberatung, bitte wenden Sie sich dazu an einen Wirtschaftsprüfer oder Rechtsanwälte Ihres Vertrauens.
  • Ohne Gewähr und nach zum Zeitpunkt der Erstellung der Seite aktuellen Stand.

Was ist die EUDR?

Die EUDR, offiziell „EU Deforestation Regulation“ oder EU-Entwaldungsverordnung, ist ein EU-Gesetz, das verhindern soll, dass Produkte aus Entwaldung oder Waldschädigung auf den europäischen Markt gelangen. Sie gilt für eine Reihe von Rohstoffen und deren Folgeprodukte und verpflichtet Unternehmen, deren Herkunft bis zur Anbau- oder Produktionsfläche genau nachzuweisen. Ziel ist es, Wälder weltweit zu schützen, CO₂-Emissionen zu reduzieren und die Transparenz in globalen Lieferketten zu erhöhen. 

Mehr Informationen findest du im Bericht des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft zur EUDR. 

Warum wurde die EUDR eingeführt? 

Die EUDR ist Teil des EU Green Deal und wurde eingeführt, um Europas Beitrag zur globalen Entwaldung zu stoppen. Sie verpflichtet Unternehmen, die Herkunft bestimmter Rohstoffe und Produkte bis zur genauen Anbau- oder Produktionsfläche nachzuweisen. 

Die Ausgangslage 

In tropischen und borealen Wäldern fallen jedes Jahr riesige Flächen der Rodung zum Opfer. Oft, um Platz für Ackerbau, Viehweiden oder großflächige Plantagen zu schaffen. Diese Eingriffe zerstören nicht nur wertvolle Lebensräume, sondern verringern auch massiv die Fähigkeit der Wälder, CO₂ zu speichern und so das Klima zu stabilisieren. Hinzu kommt, dass bei solchen Rodungen häufig die Rechte und Lebensgrundlagen indigener Gemeinschaften verletzt werden. 

Mit der EUDR verfolgt die EU vier Hauptziele 

Schutz der Wälder – Produkte aus Abholzung sollen vom EU-Markt verschwinden 

Klimaschutz – weniger CO₂-Emissionen durch den Erhalt von Waldflächen 

Transparente Lieferketten – vollständige Rückverfolgbarkeit bis zum Ursprungsort 

Rechtskonformität – nur Waren, die im Einklang mit den Gesetzen des Ursprungslandes produziert wurden 

Was regelt die EUDR konkret?

Die EUDR verpflichtet dazu, dass bestimmte Rohstoffe und die daraus hergestellten Produkte nur dann in der EU in Verkehr gebracht, verkauft oder exportiert werden dürfen, wenn sie nachweislich entwaldungsfrei sind und sämtliche relevanten Gesetze im Ursprungsland eingehalten wurden. Damit soll sichergestellt werden, dass der europäische Markt nicht länger zur globalen Entwaldung beiträgt. Die vollständige Rechtsgrundlage kannst du in der Verordnung (EU) 2023/1115 des Europäischen Parlaments und des Rates nachlesen. 

Geltungsbereich – was fällt unter die EUDR?

Rohstoffe: Holz, Rindvieh, Kakao, Kaffee, Palmöl, Kautschuk, Soja 

Produkte z. B. Lederwaren, Möbel, Papier, Schokolade, Gummiartikel, Sperrholz oder Textilien mit Rohstoffanteilen aus den genannten Quellen 

    Was bedeutet „entwaldungsfrei“ konkret?  

    Produkte gelten als entwaldungsfrei, wenn sie nicht von Flächen stammen, die nach dem 31.12.2020 abgeholzt oder auf andere Weise geschädigt wurden, unabhängig davon, ob dies legal oder illegal geschah 

    Deine Kernpflichten als Unternehmen

    Geolokalisierung aller Anbau- oder
    Produktionsflächen 

    Erfasse und dokumentiere präzise Geokoordinaten, um die Herkunft zweifelsfrei zu belegen und eine satellitengestützte Überprüfung zu ermöglichen. 

    Sorgfaltserklärung

    Reiche alle geforderten Informationen vollständig und fristgerecht in der zentralen EU-Datenbank ein. 

    Lückenlose Rückverfolgbarkeit

    Stelle sicher, dass jeder Verarbeitungsschritt vom Endprodukt bis zur ursprünglichen Rohstoffquelle nachvollziehbar ist. 

    Risikobewertung und -minderung

    Analysiere systematisch potenzielle Risiken entlang der Lieferkette, ergreife wirksame Gegenmaßnahmen und dokumentiere diese für mögliche Kontrollen. 

    Wer ist betroffen und wie genau? 

    Die EUDR richtet sich an alle Unternehmen, die mit den definierten Rohstoffen oder daraus hergestellten Produkten handeln, unabhängig davon, ob sie ihren Sitz in der EU haben oder nicht. Damit betrifft sie nicht nur Produzenten, sondern auch Zwischenhändler, Importeure und landwirtschaftliche Betriebe. 

    Betroffene Unternehmensgruppen 

    • Importeure: Bringen relevante Rohstoffe oder Produkte aus Drittländern in die EU und müssen deren entwaldungsfreie Herkunft belegen. 
    • Händler: Vertreiben die betroffenen Waren innerhalb der EU und sind verpflichtet, entsprechende Nachweise vorzuhalten. 
    • Hersteller: Verarbeiten die Rohstoffe weiter und müssen sicherstellen, dass ihre Vorprodukte den EUDR-Anforderungen entsprechen. 
    • Landwirte / Waldbesitzer: Bauen die Rohstoffe direkt in der EU an oder gewinnen sie dort und unterliegen ebenfalls den Vorgaben. 

    Fristen je Unternehmensgröße 

    • Große Unternehmen (mindestens 250 Mitarbeitende oder mehr als 50 Mio. € Jahresumsatz) müssen ab 30.12.2025 vollständig EUDR-konform arbeiten. 
    • Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) erhalten eine verlängerte Frist bis 30.06.2026, teilweise mit vereinfachten Anforderungen. 

    Das bedeutet: Unabhängig von der Position in der Lieferkette und der Unternehmensgröße ist eine frühzeitige Vorbereitung entscheidend, um Bußgelder und Handelsbeschränkungen zu vermeiden. 

    Sorgfaltspflichten nach der EUDR – was jetzt auf Unternehmen zukommt

    Dein wichtigster Container ist endlich im Hafen angekommen – prall gefüllt mit wertvollen Rohstoffen für die Produktion. Doch statt ins Werk zu rollen, bleibt er unter Zollverschluss stehen. Der Grund: Es fehlen die lückenlosen Geodaten und der Nachweis, dass die Ware entwaldungsfrei ist. Jeder Tag kostet Dich Lagergebühren, verschiebt Liefertermine und bringt Kundenprojekte ins Wanken.

    Genau vor solchen Blockaden will die EU Deforestation Regulation (EUDR) Unternehmen bewahren, indem sie absolute Transparenz in der Lieferkette verlangt. Von den GPS-Koordinaten der Anbaufläche über die Einhaltung lokaler Gesetze bis hin zum Schutz der Menschenrechte muss alles belegt sein. Das klingt nach Bürokratie, ist aber in Wahrheit eine Überlebensfrage im internationalen Handel: Wer jetzt die richtigen Prozesse aufbaut, vermeidet nicht nur Bußgelder und Lieferstopps, sondern gewinnt das Vertrauen von Kunden und Behörden gleichermaßen.  

    Die EU hat zudem Leitlinien zur Anwendung der EUDR veröffentlicht, die Unternehmen bei der Umsetzung unterstützen.

    Die Kernanforderung: Nichts ohne Sorgfaltserklärung

    Marktteilnehmer dürfen relevante Rohstoffe oder Produkte nur in Verkehr bringen, wenn sie belegen können, dass:

    Reifegradstufe Transformer des KI Readiness Checks.

    Entwaldungsfreiheit gewährleistet ist (keine Abholzung oder Waldschädigung nach dem 31.12.2020).

    Reifegradstufe Experimenter des KI Readiness Checks.

    Menschenrechte und Rechte indigener Völker geachtet wurden. 

    Reifegradstufe Explorer des KI Readiness Checks.

    Geolokalisierung aller Anbau- oder Produktionsflächen vorliegt, sodass Satelliten- oder GIS-Daten die Angaben überprüfen können. 

    Wer was dokumentieren muss

    Die IHK Mainfranken fasst es so zusammen: 

    • Alle Unternehmen (inkl. große Händler): Sorgfaltspflichten erfüllen, Sorgfaltserklärung abgeben, Verstöße melden. 
    • KMU-Händler: An- und Verkäufe dokumentieren, mögliche Verstöße melden. 

    Das musst Du fünf Jahre lang aufbewahren

    • Genaue Produktbeschreibung (inkl. Handels- und wissenschaftlicher Name) 
    • Mengenangaben in geeigneter Maßeinheit 
    • Ursprungsland und gegebenenfalls regionale Herkunft 
    • Geokoordinaten aller beteiligten Flächen und Ernte-/Produktionszeitraum 
    • Lieferanten- und Kundendaten 
    • Überprüfbare Belege für Entwaldungsfreiheit 
    • Nachweis, dass alle Gesetze im Ursprungsland eingehalten wurden (inkl. Landnutzungsrechte) 

    Praxisbeispiel Möbelindustrie:

    Dein Zulieferer aus Südamerika muss nicht nur sagen „Das Holz kommt aus Peru“, sondern muss exakt angeben, von welchem Grundstück es stammt, wann es geschlagen wurde und dass dort seit Ende 2020 keine Rodung stattgefunden hat. 

    Risikobewertung

    Alle gesammelten Daten fließen in eine jährliche Risikoanalyse ein. Hierbei prüfst Du: 

    • Gibt es Hinweise auf illegale Rodung oder Waldschädigung? 
    • Werden lokale Gesetze und Menschenrechte eingehalten? 
    • Könnte es zu Vermischungen mit nicht-konformen Rohstoffen kommen? 

    Ergebnis: Entweder „vernachlässigbares Risiko“ oder Handlungsbedarf.

    Risikominderung

    Liegt ein Risiko vor, musst Du vor dem Inverkehrbringen nachsteuern, zum Beispiel: 

    • Zusätzliche Dokumente anfordern 
    • Unabhängige Audits durchführen 
    • Problematische Lieferanten ersetzen 

    Wichtig: Ohne vollständige, überprüfbare Daten darfst Du die Ware nicht verkaufen, bereitstellen oder exportieren. 

    Deine Pflichten im Detail – mehr als nur Papierkram

    Um EUDR-konform zu sein, musst Du ein strukturiertes Due-Diligence-System einführen, das drei zentrale Schritte umfasst: 

    1. Informationen sammeln 

    • Beschreibung und Handelsname des Produkts 
    • Mengenangaben in geeigneter Maßeinheit 
    • Ursprungsland und präzise Geokoordinaten aller Anbau- oder Produktionsflächen 
    • Kontaktdaten sämtlicher Lieferanten und Abnehmer 
    • Nachweis der Entwaldungsfreiheit 
    • Nachweis, dass die Produktion im Einklang mit den geltenden Gesetzen des Ursprungslandes erfolgt ist 

    2. Risiko bewerten

    • Abgleich der Flächen mit Satelliten- und GIS-Daten 
    • Prüfung der Compliance aller Lieferanten 
    • Bewertung der Einhaltung von Menschenrechten und Umweltauflagen 

    3. Risiko mindern 

    • Anforderung zusätzlicher Informationen oder Dokumente bei Unklarheiten 
    • Durchführung unabhängiger Audits vor Ort 
    • Wechsel von Lieferanten, wenn Risiken nicht ausgeschlossen werden können 

    Wichtig: Ohne vollständige und überprüfbare Daten darfst Du die betroffenen Produkte nicht auf den EU-Markt bringen, bereitstellen oder exportieren. 

    Zeitplan und Übergangsfristen

    Die EUDR tritt stufenweise in Kraft und unterscheidet nach Unternehmensgröße: 

    • 30.12.2025: Stichtag für große Unternehmen: Ab diesem Datum müssen alle Marktteilnehmer mit mindestens 250 Mitarbeitenden oder über 50 Mio. € Jahresumsatz die Anforderungen der EUDR vollständig umgesetzt haben. 
    • 30.06.2026: Stichtag für KMU: Kleine und mittlere Unternehmen haben ein halbes Jahr länger Zeit, ihre Prozesse anzupassen. Für sie gelten teilweise vereinfachte Pflichten. 

    Übergangszeit clever nutzen

    Nutze die verbleibende Zeit strategisch und praxisorientiert: 

    • Effiziente Prozesse aufbauen: Definiere eindeutige Verantwortlichkeiten, lege verbindliche Abläufe für Datenerfassung, Prüfung und Freigabe fest. So schließt Du Informationslücken, bevor sie entstehen. 
    • Lieferanten aktiv einbinden: Kommuniziere Anforderungen klar und mit Praxisbeispielen, biete Schulungen und Leitfäden an und etabliere Feedbackschleifen, um die Datenqualität kontinuierlich zu sichern. 
    • Digitale Systeme implementieren: Führe leistungsstarke Tools für Geolokalisierung, Rückverfolgbarkeit und Berichterstattung ein, die Daten automatisiert prüfen und nahtlos in Dein bestehendes ERP oder Lieferkettenmanagement integrieren. 

    Wer diese Übergangszeit aktiv nutzt, minimiert Risiken, vermeidet hektische Last-Minute-Anpassungen und verschafft sich einen Wettbewerbsvorteil durch reibungslose Compliance zum Stichtag. 

    Sanktionen bei Verstößen – harte Konsequenzen

    Die EUDR ist kein „zahnloser Tiger“: Verstöße ziehen harte, teils existenzgefährdende Strafen nach sich. 

    • Hohe Geldstrafen – bis zu 4 % des EU-weiten Jahresumsatzes, unabhängig von der Gewinnmarge 
    • Konfiskation oder Vernichtung ganzer Warenchargen – oft ohne Entschädigung 
    • Handelsverbote für betroffene Produkte, die dich aus dem Markt drängen können 
    • Ausschluss von Ausschreibungen und Fördermitteln – Verlust wichtiger Geschäftschancen 
    • Öffentliche Nennung deines Unternehmens als Regelbrecher – mit massiven Reputationsschäden und Vertrauensverlust bei Kunden und Partnern 

    Tipp: Wer frühzeitig Compliance-Strukturen etabliert, vermeidet nicht nur finanzielle Risiken, sondern schützt auch langfristig den Marktzugang und das Vertrauen von Kunden und Partnern. 

    Dein Fahrplan zur EUDR-Compliance

    Die EUDR bringt strenge Pflichten, klare Fristen und empfindliche Strafen mit sich. Wenn du jetzt startest, kannst du die Umsetzung geordnet und ohne Stress bewältigen. Entscheidend ist ein klarer Schritt-für-Schritt-Plan, der dich und dein Team sicher durch den Prozess führt. 

    1. Verschaffe dir den Überblick: Bestandsaufnahme und Gap-Analyse

    Starte mit einer gründlichen Analyse:

    • Prüfe dein gesamtes Produktportfolio: Enthalten deine Produkte EUDR-relevante Rohstoffe wie Holz, Kakao, Kaffee, Soja, Palmöl, Rindfleisch oder Kautschuk? 
    • Gehe deine Lieferantenliste durch: Welche sind betroffen? 
    • Identifiziere Datenlücken: Fehlen Geokoordinaten, Entwaldungsnachweise oder Dokumente zu Landnutzungsrechten? 
    • Dokumentiere den Ist-Zustand in einer übersichtlichen Liste und markiere, wo du nacharbeiten musst. 

    Tipp: Nutze ein Ampelsystem, um sofort zu erkennen, wo akuter Handlungsbedarf besteht.

    2. Mach deine Lieferkette EUDR-fit: Lieferantenmanagement und -bewertung

    Informiere deine Lieferanten frühzeitig über die neuen Anforderungen.

    • Fordere konkrete Daten und Nachweise an und setze klare Fristen. 
    • Prüfe alle eingereichten Informationen auf Vollständigkeit und Plausibilität. 
    • Plane Audits für unsichere oder besonders risikoreiche Lieferketten. 

    Beispiel aus der Praxis: Als Möbelhersteller vereinbarst du mit deinen Holzlieferanten aus Brasilien, dass sie dir quartalsweise alle Grundstücksdaten liefern. Diese werden automatisch mit Satellitendaten abgeglichen.

    3. Sorge für reibungslose Abläufe: Prozesse und Systeme aufbauen

    Definiere klare Zuständigkeiten im Team: Von der Datensammlung bis zur Meldung an die EU-Datenbank.

    • Implementiere digitale Tools zur Erfassung, Prüfung und Verwaltung aller Nachweise. 
    • Integriere diese Systeme in deine bestehende ERP- oder Warenwirtschaft. 
    • Richte Schnittstellen ein, damit Sorgfaltserklärungen fristgerecht übermittelt werden können.

      4. Erkenne Probleme, bevor sie teuer werden: Risikomanagement etablieren

      • Führe regelmäßige Risikoanalysen durch (mindestens einmal im Jahr, bei Hochrisikogebieten häufiger). 
      • Beziehe politische, ökologische und rechtliche Risiken mit ein. 
      • Minimiere Risiken durch zusätzliche Nachweise, alternative Lieferanten oder Zertifizierungen.

        5. Mach dein Team zum Treiber der EUDR-Umsetzung: Schulung und Sensibilisierung

        • Schule alle, die im Einkauf, in der Logistik oder in der Qualitätssicherung arbeiten, gezielt zu den EUDR-Anforderungen. 
        • Biete deinen Lieferanten einfache Trainings an, z. B. als Webinar oder mit klaren Checklisten. 
        • Vermittle, dass die EUDR nicht nur Strafen verhindern soll, sondern auch ein echter Wettbewerbsvorteil sein kann. 
        • Lass dein Team das Gelernte direkt anwenden, etwa durch Probeläufe der Sorgfaltserklärung oder Test-Audits.

            6. Bleib immer einen Schritt voraus: Kontinuierliche Verbesserung

              • Überwache deine Prozesse laufend und dokumentiere Fortschritte. 
              • Reagiere schnell auf gesetzliche Änderungen oder neue Länderlisten. 
              • Optimiere deine Abläufe regelmäßig, um Aufwand zu reduzieren und Sicherheit zu erhöhen. 
              • Nutze Feedback aus Audits und internen Prüfungen, um Schwachstellen gezielt zu schließen und Best Practices zu etablieren. 
              • Merke: EUDR-Compliance ist kein einmaliges Projekt. Sie ist ein dauerhafter Prozess, der dir hilft, Risiken zu minimieren, Marktchancen zu nutzen und das Vertrauen deiner Kunden zu stärken. 

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              Die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) verändert, wie Unternehmen ihre Lieferketten steuern und das ist deine Chance, Nachhaltigkeit und Transparenz zum Wettbewerbsvorteil zu machen. In unserem kostenlosen Whitepaper erfährst du, wie du alle gesetzlichen Anforderungen erfüllst, Risiken minimierst und aktiv zum globalen Waldschutz beiträgst.  

              Lösung zur Einhaltung der EU-Verordnung über entwaldungsfreie Lieferketten

              Gemeinsam mit unserem Partner osapiens bieten wir dir mit dem osapiens HUB for EUDR eine leistungsstarke Softwarelösung, um alle Anforderungen der EU-Verordnung effizient zu erfüllen.
              Die integrierte Plattform vereint eine kostenlose App zur Datenerfassung, inklusive präziser Geolokalisierung mit umfassenden Funktionen für die sichere und transparente Lieferkettendokumentation. 

              Mit der EUDR-Software kannst du: 

              • Sendungsdetails gezielt verfolgen und lückenlos dokumentieren 
              • Chargen anlegen und aggregieren, um komplexe Warenströme übersichtlich zu verwalten 
              • Logistikprozesse optimieren und administrative Aufwände reduzieren 

              Tools und Zertifizierungen, die deine Lieferkette EUDR-sicher machen 

              Die Einhaltung der EUDR ist kein reines Papierprojekt. Ohne passende Technologien und anerkannte Nachweise wird die Umsetzung schnell komplex und fehleranfällig. Mit den richtigen Tools kannst du Daten lückenlos erfassen, Risiken frühzeitig erkennen und Nachweise für Kunden, Partner und Behörden jederzeit griffbereit haben. 

              • Blockchain-Systeme: Bieten fälschungssichere, unveränderbare Herkunftsnachweise für jede Warenbewegung. Ideal, um sensible Lieferkettendaten transparent und überprüfbar zu machen. 
              • Satelliten- & GIS-Technologien: Ermöglichen die Echtzeit-Überwachung von Waldflächen, erkennen Landnutzungsänderungen und gleichen automatisch die gelieferten Geokoordinaten ab. 
              • Lieferkettenmanagement-Software mit EUDR-Modulen (z. B. osapiens HUB): Zentralisierte Erfassung von Lieferantendaten, automatisierte Risikoanalysen und direkte Meldung an die EU-Datenbank. 
              • Zertifizierungen wie PEFC und FSC: Liefern glaubwürdige Nachweise für nachhaltige, entwaldungsfreie Beschaffung und reduzieren deinen Prüfaufwand erheblich. 
              • Nachhaltigkeitsplattformen wie EcoVadis oder CDP: Strukturieren die Bewertung der Nachhaltigkeitsleistung deiner Lieferanten und helfen, Risiken gezielt zu minimieren. 

              esentri Tipp: Kombiniere digitale Lösungen mit anerkannten Zertifikaten. So stellst Du eine belastbare, revisionssichere Compliance-Grundlage sicher, erleichterst Audits und stärkst das Vertrauen von Kunden, Partnern und Behörden.

              PEFC-Zertifizierung: Dein starker Partner für EUDR-Compliance 

              Die EU-Entwaldungsverordnung verlangt von Unternehmen, die Herkunft ihrer Holz- und Papierprodukte lückenlos nachzuweisen. Das Programme for the Endorsement of Forest Certification (PEFC) bietet dir dafür einen verlässlichen Rahmen mit klaren Standards, geprüften Lieferketten und einer weltweit anerkannten Zertifizierung. 

              So profitierst du als Unternehmen von PEFC:

                Glaubwürdiger Nachhaltigkeitsnachweis

                Mit einem PEFC-Zertifikat zeigst du, dass deine Holz- und Papierprodukte aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen, unabhängig geprüft und international anerkannt. 

                Transparente Lieferkette

                Jedes PEFC-zertifizierte Produkt ist von der Quelle bis zum Endprodukt dokumentiert. Das erleichtert die Rückverfolgung und minimiert das Risiko, Rohstoffe aus illegalen oder nicht nachhaltigen Quellen zu beziehen. 

                Weniger Risiko, mehr Sicherheit 

                PEFC-Materialien erfüllen strenge ökologische und soziale Kriterien. Dadurch sinkt das Risiko, gegen die EUDR zu verstoßen und du stärkst gleichzeitig deine Position in Nachhaltigkeitsaudits. 

                Einhaltung gesetzlicher Vorgaben

                Die Zertifizierung deckt Umwelt-, Sozial- und Wirtschaftskriterien ab, sodass du sicher sein kannst, auch im internationalen Handel gesetzeskonform zu handeln. 

                  Reputation und Wettbewerbsvorteil 

                  Kunden, Investoren und Partner vertrauen Unternehmen mit nachweislich nachhaltigen Lieferketten eher. Ein PEFC-Zertifikat kann so zu einem echten Wettbewerbsvorteil werden. 

                  Marktzugang erweitern

                  Immer mehr Unternehmen und öffentliche Auftraggeber setzen auf zertifizierte Lieferketten. Mit PEFC öffnest du dir neue Märkte und Kundensegmente. 

                  Kommunikation & Reporting leicht gemacht 

                  PEFC stellt Vorlagen, Logos und Formulierungen bereit, damit du deine Nachhaltigkeitsleistung transparent kommunizieren kannst – ob im Nachhaltigkeitsbericht, in Kundenpräsentationen oder im Marketing. 

                  Schulung & Support 

                  Von praxisnahen Leitfäden bis zu Webinaren: PEFC unterstützt dich bei der Umsetzung der Zertifizierungsanforderungen und beim Aufbau der notwendigen Prozesse. 

                  Wie esentri dich unterstützt

                  Wir begleiten Dich von der ersten Analyse bis zur vollständigen EUDR-Compliance. Unsere Expert:innen verbinden regulatorisches Know-how mit technologischem Wissen und helfen Dir, Prozesse schlank, effizient und rechtssicher aufzusetzen. Dazu bieten wir: 

                  • Individuelle Beratung zu Pflichten, Fristen und passgenauen Umsetzungsschritten 
                  • Technologie-Setup mit passenden Tools für Datenmanagement, Risikoanalyse und Berichterstattung 
                  • Lieferantenschulung und Kommunikationsmaterialien, um Deine Partner EUDR-ready zu machen 
                  • Vorlagen und Templates, die Deine Compliance-Dokumentation vereinfachen 
                  • Begleitung bei Audits und Unterstützung bei behördlichen Anfragen 

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                  Die EU Deforestation Regulation stellt eine bedeutende Herausforderung, aber auch eine Chance für Unternehmen dar, ihre Lieferketten nachhaltiger und transparenter zu gestalten. Durch die Umsetzung der vorgeschriebenen Maßnahmen können Unternehmen nicht nur die gesetzlichen Anforderungen erfüllen, sondern auch einen Beitrag zum globalen Umweltschutz leisten. Lade Dir unser kostenfreies E-Book herunter, um alles Wichtige über die EUDR zu erfahren.

                  Das Bild zeigt das Cover unseres E-Book zur EUDR-Compliance.

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                  Niclas Hörmann
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